Sonntag, 22. September 2019

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InterReligiöse Bibliothek (IRB) 
InterReligious Library - Bibliothèque InterReligieuse - Biblioteca InterReligiosa
 
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Orientierung zum Sufismus (aktualisiert)

Darstellung in der Merkez-Moschee,
 Duisburg-Marloh
Die spirituellen Kräfte und religiösen Veränderungen durch die Entstehung des Islam begünstigten sehr schnell mystische Richtungen in der neuen Religion. Sie werden unter dem Begriff Sufismus zusammengefasst (von arabisch Tasawwuf, wahrscheinlich von „suf“ = Wolle, also sich in Wolle kleiden). Der Sufismus war zugleich eine Antwort auf bald erfolgende institutionalisierte Erstarrungen in der der "umma", der Gemeinschaft aller Gläubigen. Und er war zugleich eine Antwort auf die religiöse Erstarrung, die dem tiefen Bedürfnis nach erlebter Religiosität nicht mehr entsprechen konnte. Auf der Basis von Koran und Sunna zogen sich die Sufis, ähnlich den christlichen Mönchen in Syrien und Ägypten, entweder in die Einöde zurück oder lebten - allerdings nicht zölibatär - in klosterähnlichen Orden mit einem Scheich als Oberhaupt. In diesen Orden (arabisch Tariqa = Weg, Methode) übten sich die Bruderschaften in einer Art Ur-Kommunismus zu teilweise strengem Fasten und intensivem Gebet. Einige von ihnen predigten jedoch auch öffentlich in den Städten im östlichen wie im westlichen Teil der islamischen Herrschaftsgebiete.

In dieser Weise wirkten u.a. Mansur al-Halladsch [Hallaj] (857–922), der in Bagdad wegen seiner Vorstellung von der im Menschen wirkenden Gottesliebe hingerichtet wurde. In Spanien und Nordafrika war es u.a. Ibn al-Arabi (1165-1241), der ins Exil gehen musste (s.u.). Die Mystiker, besonders unter dem Einfluss von Fariduddin Attar (1126–ca. 1230) und Djelaleddin Rumi [Dschalal ad-Din ar-Rumi] (1207–1273) sahen letztlich in einer korrelativ geprägten Liebesbeziehung Gott-Mensch-Gott eine Gleichwertigkeit aller Religionen. 

Literatur: Islamische Mystik und Orden
Annemarie Schimmel und die islamische Mystik 
 Weitere wichtige Titel zur islamischen Spiritualität
Jesus in der Sufi-Tradition
Buchcover: Jesus wird von zwei Engeln nach
Damaskus gebracht (16. Jh.)
Museum Türkischer und
Islamischer Kunst, Istanbul
  • Faouzi Skali (en collaboration
    avec Eva de Vitray-Meyerovitch): 

    Jésus dans la tradition soufie.
     
    Spiritualités vivantes. 
    Paris: Albin Michel 2013, 168 pp., lexique
  • Jesus in den Augen der Sufis (tech of heart, abgerufen 23.04.16)
  • Javad Nurbabakhsh: Jesús a los ojos de los sufíes.
    Colección "Otras Aguas Vivas".
    Madrid: Darek-Nyumba 1996, 125 pp.

Einzelne islamische Mystiker
und Orden


Fariduddin Attar
  • Fariduddin Attar:
    "Weder Ketzer bin ich noch Muslim"

    Deutschlandfunk, 30.08.2017
    Bericht von Burkhard Reinartz
    im Gespräch mit Milad Karimi
  • Vogelgespräche und andere klassische Texte
    - vorgestellt von Annemarie Schimmel.
    München: C.H. Beck 1999, 357 S.
    --- 
    Rezension in "Perlentaucher.de"
  • Aphorismen
  • Attar: Das Buch der Leiden. Aus dem Persischen von Bernhard Meyer.
    Mit einer Einführung von Monika Gronke.
    Reihe: Orientalische Bibliothek. München: C.H. Beck 201), 399 S.
    Rezension in Literaturkritik von Nathanael Riemer (13.08.2018): hier

    Attar ist einer der größten islamischen Mystiker. Das „Buch der Leiden“ stand lange im Schatten seiner „Vogelgespräche“, aber gerade in seiner Düsterheit liegt auch die Modernität dieser „vielleicht schwärzesten Dichtung, die je von einem Menschen geschrieben worden ist“ (Navid Kermani). Bernhard Meyer hat den Hauptteil des verstörenden Werkes erstmals vollständig ins Deutsche übertragen.
    Der klassische persische Dichter ‘Attar (um 1136–1220) erzählt eine Seelenreise durch den Kosmos in vierzig Stationen. Der Wanderer bricht auf, um Erlösung von seinem Leiden zu finden, aber alle, die er um Hilfe bittet – die Erzengel, Paradies und Hölle, die vier Elemente, Satan, Dschinnen, Menschen und die Propheten von Adam bis Jesus –, schildern ihm nur ihr eigenes, viel schlimmeres Leiden. Erst Mohammed gibt ihm den Rat, nicht länger in der Welt zu suchen, sondern in sich selbst, und so versinkt er im „Meer der Seele“. Um diese Rahmenerzählung mäandern zahlreiche Geschichten, die das „Buch der Leiden“ trotz seiner Düsternis zu einer kurzweiligen Lektüre machen. Bernhard Meyer hat die 6200 Doppelverse in Prosa übertragen und mit erläuternden Anmerkungen versehen. Monika Gronke führt kundig in den Autor und seine Dichtung ein und erleichtert damit das Verständnis dieses einzigartigen Werkes der Weltliteratur.

Ibn Ata Allah und Al-Halladsch (Hallaj)
Ibn 'Arabî von Murcia (1165-1240)

Maulana (Mevlana) Dschelaleddin
R U M I  
(1207-1273)

Abd el-Kader (1808 - 1883)
Der Alawiyya-Orden

Weitere Mystiker/innen aus dem Mittleren Osten, Südostasien und Afrika
  • Abu l-Hasan al-Sirjani (Iran, gest. ca. 1077)
  • Al-Suhrawardi (Iran, 1097-1168): Philosophie der Erleuchtung.
    Frankfurt/M.: Verlag der Weltreligionen 2011
  • Abu 'Abd al-Rahman al-Sulami (937-1021), Sufimeister aus Nischapur: Die Generationen der Sufis
    (Übersetzung französisch und Hg.: Jacques Thibon)
    Leiden: Brill 2019

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Devin DeWeese and Jo-Ann Gross (eds.): Sufism in Central Asia. 

New Perspectives on Sufi Traditions, 15th-21sCenturies. Serie: Handbook of Oriental Studies.  

Section 8 Uralic & Central Asian StudiesBand: 25. 

Leiden (NL): Brill 2018, XVIII, 340 pp., index  --- 

Verlagsinfos / Inhaltsverzeichnis

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Zachary Valentine Wright: Living Knowledge in West Africa
The Sufi Community of Ibrahim Niasse.
Islam in Africa, vol 18. Leiden: Brill 2015, XVIII, 334 pp.
Verlagsinfos, Inhaltsverzeichnis 

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Äthiopiens Sufi-Schrein: Das "Mekka der Armen"
(Bildergalerie, Qantara.de, September 2019)

CC

Samstag, 21. September 2019

Herausragende Handschriften und Buchmalereien des Mittelalters - eine Faksimile-Auswahl

Glanzlichter der Buchkunst: Band 1–26 
Eine Faksimile-Reihe seit 1991
des Verlags ADEVA in Graz 



In der Romanik entwickelte sich über regionale Malschulen hinaus in Europa ein eigenständiger Malstil, der in beeindruckenden Handschriften eine geradezu vollendete Harmonie erreichte. Medizinische, philosophische, juristische, poetische und in besonderer Weise religiöse Bücher für den Gottesdienst, Bibeln und Bibelteile wurden in den Klöstern geschrieben und kopiert.
Als die 
Gotik In Frankreich und England um 1160/1170 einsetzte, veränderten sich auch die stilistischen Merkmale, während in Deutschland noch bis um 1300 romanische Formen dominant blieben. Während der gesamten gotischen Epoche blieb Frankreich als führende Kunstnation bestimmend für die Weiterentwicklungen der Buchmalerei.











Glanzlichter 

der Buchkunst 1: 


Das Goslarer 

Evangeliar

Erscheinungstermin: 1991    

ISBN: 978-3-201-01545-5


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Glanzlichter

der Buchkunst 2:


Bible moralisée


Erscheinungstermin: 1992     

ISBN: 978-3-201-01574-5

     
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Glanzlichter

der Buchkunst 3:


Das Stundenbuch 

der Maria 

von Burgund

Erscheinungstermin: 1993

ISBN: 978-3-201-01600-1


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Glanzlichter

der Buchkunst 4:


Das Jagdbuch

des Mittelalters


Erscheinungstermin: 1994 

ISBN: 978-3-201-01612-4

     
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Glanzlichter

der Buchkunst 5: 


Das Reichenauer

Evangelistar



Erscheinungstermin: 1995 

ISBN: 978-3-201-01643-8


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Glanzlichter

der Buchkunst 6:


Medicina Antiqua


Erscheinungstermin: 1996

ISBN: 978-3-201-01659-9



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Glanzlichter

der Buchkunst 7:


Speculum

Humanae 

Salvationis


Erscheinungstermin: 1997

ISBN: 978-3-201-01670-4


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Glanzlichter

der Buchkunst 8:


Der Wiener 

Dioskurides



Erscheinungstermin: 1998

ISBN: 978-3-201-01699-5


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Glanzlichter

der Buchkunst 9: 


Das Falkenbuch

Friedrichs II.


Erscheinungstermin: 2000 

ISBN: 978-3-201-01740-4



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Glanzlichter

der Buchkunst 10:


Die Trierer 

Apokalypse



Erscheinungstermin: 2001

ISBN: 978-3-201-01762-6


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Glanzlichter

der Buchkunst 11:


Die Goldene Bulle



Erscheinungstermin: 2002

ISBN: 978-3-201-01791-6

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Glanzlichter 

der Buchkunst 12:


Der Ramsey-

Psalter


Erscheinungstermin: 2003

ISBN: 978-3-201-01805-0


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Glanzlichter

der Buchkunst 13:


Tacuinum Sanitatis

in Medicina


Erscheinungstermin: 2004

ISBN: 978-3-201-01831-9


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Glanzlichter

der Buchkunst 14: 


Wolfram von 

Eschenbach:

Willehalm



Erscheinungstermin: 2005

ISBN: 978-3-201-01844-9



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Glanzlichter

der Buchkunst 15:


Der Oldenburger 

Sachsenspiegel



Erscheinungstermin: 2006

ISBN: 978-3-201-01868-5


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Glanzlichter

der Buchkunst 16:


Der Rosenroman

für François I.



Erscheinungstermin: 2007

ISBN: 978-3-201-01887-6


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Glanzlichter

der Buchkunst 17:


Liber Aureus



Erscheinungstermin: 2008

ISBN: 978-3-201-01901-9


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Glanzlichter

der Buchkunst 18/1:



Das Antiphonar

von St. Peter, Teil 1



Erscheinungstermin: 2009

ISBN: 978-3-201-01912-5



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Glanzlichter

der Buchkunst 18/2:



Das Antiphonar

von St. Peter, Teil 2



Erscheinungstermin: 2009

ISBN: 978-3-201-01913-2


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Glanzlichter

der Buchkunst 19:


Die Apokalypse 

Oxford



Erscheinungstermin: 2010


ISBN: 978-3-201-01934-7


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Glanzlichter

der Buchkunst 20:


Der Psalter

Ludwig

des Heiligen


Erscheinungstermin: 2011

ISBN: 978-3-201-01949-1


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Glanzlichter

der Buchkunst 21:


Die Chirurgia

des Abu’l Qāsim


Erscheinungstermin: 2012

ISBN: 978-3-201-1965-1


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Glanzlichter 

der Buchkunst 22/1:


Das Berthold 

Sakramentar


Erscheinungstermin: 2013

ISBN: 978-3-201-01980-4


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Glanzlichter 

der Buchkunst 22/2:


Das Berthold 

Sakramentar


Erscheinungstermin: 2014


ISBN: 978-3-201-01987-3


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Glanzlichter 

der Buchkunst 23:


Das Gebetbuch 

Jakobs IV.

von Schottland




Erscheinungstermin: 2015

ISBN: 978-3-201-02002-2


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Glanzlichter 

der Buchkunst 24:


Der Utrecht Psalter



Erscheinungstermin: 2016

ISBN: 978-3-201-02012-1


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Glanzlichter

der Buchkunst 25:


Der 

Landgrafenpsalter




Erscheinungstermin: 2018

ISBN: 978-3-201-02024-4



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Glanzlichter

der Buchkunst 26: 


Tacuinum Sanitatis



Erscheinungstermin: 2018     

ISBN: 978-3-201-02039-8

     
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