Freitag, 30. Januar 2015

Islamische Rechtstraditionen und Scharia (aktualisiert)

Die inzwischen eingerichteten islamischen Lehrstühle an deutschen Universitäten ermöglichen auch eine größere Rechtssicherheit für den Islam in Deutschland. Zugleich wird islamisches Rechtsdenken in die Forschung und Lehre in den Rahmen der geltenden wissenschftlichen Standards eingebunden.
Der Rechtswissenschaftler Mathias Rohe von der Universität Erlangen hat darauf schon vor längerer Zeit aufmerksam gemacht: Mehr dazu in Qantara.de (27.10.2011).
Rohe ist darüberhinaus ein vorzüglicher Kenner auch der islamischen Rechtstraditionen und der Bedeutung der Scharia (eigentlich: Der Weg zur Tränke). Er beschreibt sie als Rahmen der Lebensgestaltung im Blick auf islamische Rechtsetzungen.
Zu den vielfältigen Interpretationsmöglichkeiten der Scharia hat er sich präzise und leicht verständlich geäußert: Mehr in Qantara.de vom 02.01.2011

Vgl. dazu besonders sein Buch:
Mathias Rohe: Das Islamische Recht. Geschichte und Gegenwart.
München: C.H. Beck 2009, 2. Aufl.
Rezension des Buches durch eine Muslima (Martina Sabra)

Für die Rechtsauslegung und die verschiedenen Rechtstypen im Islam  (z.B. Familienrecht, Eigentumsfragen, Verhaltensnormen, Strafrecht) spielen die Rechtsschulen (Fiqh-Schulen) eine zentrale Rolle.

Erwin Tanner-Tiziani: Participation politique de musulmans en terre d'Europe et attitude de CEFR de se sujet. In: Michel Younès: La Fatwâ pour l'Europe. Droit de minorité et enjeux d'intégration. PROFAC-CECR, Lyon 2010, S. 142-158 (Archiv 2011)

Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) hat eine knappe und zutreffende Definition "Scharia" gegeben. 

 

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