Montag, 24. Januar 2022

Kreuzzugsreminiszenzen? Heidentürme - nicht nur in Rheinhessen

 "Allem Anschein nach wurden die Turmbekrönungen nach erfolgreichem Abschluss des Ersten Kreuzzuges von den Heimkehrern als Zeichen ihres Sieges in Anlehnung an Vorbilder der Grabeskirche in Jerusalem erbaut". So geht der der Dom- und Diözesankonservator Dr. Hans-Jürgen Kutzor davon aus, dass "in den Kuppelbauten der rheinhessische Heidentürme das lebendige Abbild der Grabeskirche in Jerusalem fortlebt. wie sie die Kreuzfahrer 1099 nach der Eroberung angetroffen haben, bevor er wesentlich verändert wurde ... Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Auseinandersetzungen in und um Jerusalem sollten wir die einstmals als Zeichen des Triumphes errichtetet Türme daher als Mahnmale begreifen. Denn auch wir müssen immer wieder neu die Unterschiede, die in Religion, Kultur und Sitten bestehen, nicht als Zündstoffe für Konflikte, sondern als Reichtum und Anreiz verstehen, voneinander und miteinander zu lernen":
Aus dem Vorwort des Herausgebers Jürgen Pitzer,
in: Lebendiges Rheinland-Pfalz, Jg. 40, Heft III-IV/2003: Die Rheinhessischen Heidentürme


Ev. Pfarrkirche, ehemals Allerheiligen;
romanischer Chorturm,
achteckige Obergeschosse, Kuppelhelm, um 1200
(wikipedia: Allerheiligen - Dittelsheim)

Stiftskirche Kirche St. Paulus, Gemälde von Albert Emil Kirchner, um 1855,
(wikipedia: St. Paulus, Worms)

Die Heidentürme der Stiftskirche St. Paul, Worms (Blog von Erwin Reißmann)


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