Donnerstag, 10. Juni 2021

Die Stiftung "OMNIS RELIGIO" - Ziele und Förderungskriterien

Die private unabhängige Stiftung „Omnis Religio" ( = Religion in ihrer Gesamtheit und damit Religionen in ihrer Vielfalt betreffend) wurde von Karin und Reinhard Kirste gegründet und im Dezember 2003 von der Stiftungsaufsicht des Landes Nordrhein-Westfalen (Bezirksregierung Arnsberg) anerkannt. Damit eröffnete sich die Möglichkeit, die interreligiöse Arbeit durch entsprechende Förderungen zu auszuweiten und zu verstärken. Die Stiftung versteht sich als ein Beitrag zur Verbesserung der Beziehungen zwischen Religionen und Kulturen. Die Initiatoren hoffen auf diese Weise, Fremdheit und Abgrenzungsmentalität zwischen unterschiedlich denkenden und glaubenden Menschen abzubauen.

Ziele und Förderungskriterien

Gemäß der Stiftungssatzung von „Omnis Religio“ werden als Intentionen „die Förderung internationaler Gesinnung, der Toleranz auf den Gebieten der Kultur, insbesondere der Religionen und Weltanschauungen, und des Gedankens der Völkerverständigung“ genannt.

Der Stiftungszweck
wird insbesondere verwirklicht durch:

  • Unterstützung konkreter interreligiöser Projekte, und zwar im Bereich von Schule, Hochschule, Kinder- und Jugendarbeit, Sozialarbeit und Erwachsenenbildung.
  • Vorstand und Kuratorium wählen die Projekte selbst aus. Sie prüfen aber auch Empfehlungen, die von anderer Stelle kommen. Sie beschließen die jährliche Projektförderung. Der Gedanke der Nachhaltigkeit eines Projekts ist bei der Bewertung für die Förderung entscheidend.
  • Als Kriterien für die Förderungen werden besonders herausgehoben:
    Die Interreligiosität und Arbeitsqualität des betreffenden Projekts sowie die Bedürftigkeit der Projektträger.
  • Insgesamt sollen im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten der Stiftung Projekte sowohl im deutschsprachigen Raum, als auch weltweit bedacht und nach entsprechender Prüfung gefördert werden.
Karin und Reinhard Kirste erhoffen sich durch die Möglichkeiten ihrer Stiftung, dass der Gedanke der Gleichwertigkeit der Religionen in all ihrer Verschiedenheit durch interreligiöse Begegnungen größere Breitenwirkung gewinnt und auf diese Weise auch interkulturelle Beziehungen erweitert und vertieft werden können.
So gilt für die Stiftung das Motto des Dortmunder Theologen und Religionswissenschaftlers Paul Schwarzenau (1923-2006):

„Alle Religionen bedürfen einander, nicht nur in ihren Gemeinsamkeiten, sondern auch in ihren Unterschieden, durch die sie einander ergänzen. Wir sollen in der eigenen Religion daheim und in der anderen Gäste sein, Gäste - nicht Fremde.“

Lizenz: CC

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